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Nora Schönfelder M.A.

Germanistik/Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Vivien Heller

 


Kontakt

Büro: O.08.09
Tel.: (0202) 439-3285

E-Mail: schoenfelder{at}uni-wuppertal.de

 

Sprechstundentermine im Wintersemester 2020/21 (ab dem 02. November)

dienstags, 16-17 Uhr

Die Sprechstunde findet via Zoom statt. Bitte melden Sie sich zu meiner Sprechstunde vorab per E-Mail an.


 

Aktuelle Lehrveranstaltungen

Wintersemester 2020/21

Schriftspracherwerb (Freitag, 12-14 Uhr)

 

Hinweise zur Lehre im Wintersemester 2020/21

Das Proseminar "Schriftspracherwerb" findet aus gegebenem Anlass vorerst im Modus Uni@Home statt (s. https://www.uni-wuppertal.de/studium/ bzw. https://www.germanistik.uni-wuppertal.de/de/ueber-uns.html).

Die Studierenden, die einen Platz über Wusel/Studilöwe erhalten haben, werden im Laufe der ersten Vorlesungswoche (ab dem 02. November) von mir in den entsprechenden Moodle-Kurs eingeschrieben. Dort wird das Proseminar in digitalisierter Form stattfinden.



Kurzbiographie

Seit 2018 Doktorandin / Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Didaktik der deutschen Sprache und Literatur (Sprachdidaktik) am Lehrstuhl von Prof. Dr. Vivien Heller an der Bergischen Universität Wuppertal

2016-2019 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Dortmund im Forschungsprojekt EfA-TT (Eltern fördern durch Argumentieren - Train-the-Trainer) unter der Leitung von Prof. Dr. Uta Quasthoff (TU Dortmund) und Prof. Dr. Elke Wild (Universität Bielefeld)

2016 M.A. Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum

2015 M.A. Linguistics of European Languages (German) an der Universiteit van Amsterdam, Niederlande

2010-2014 Studium der Fächer Germanistik und Erziehungswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum


 

Dissertationsprojekt

Betreuerinnen: Prof. Dr. Vivien Heller, Prof. Dr. Uta Quasthoff

Multimodale Ressourcen beim Argumentieren im Gespräch. Koordinierung, Funktion, Erwerb.

 

Mündliche Argumentationen entstehen in Gesprächen dann, wenn etwa ein Dissens oder ein Problem auftritt und die Sprecher*innen sich gegenseitig anzeigen, dass dieses erst verhandelt werden muss, bevor das Gespräch fortgesetzt werden kann. Den Kern des mündlichen Argumentierens bilden dabei Begründungsaktivitäten, in denen Sprecher*innen auf ein breites Repertoire an argumentativen Mitteln zurückgreifen, um ihre Positionen als Proponent*in und Opponent*in abzusichern und z. B. gegenläufige Positionen infrage zu stellen. Bisherige gesprächsanalytische Arbeiten fokussieren vor allem sprachliche Ressourcen, während Arbeiten aus der Gesten- und Multimodalitätsforschung seit langem wichtige Hinweise dafür liefern, dass ebenfalls multimodale Ressourcen(verbünde) wie Gesten, Blick, Körperpositur etc. pragmatische Funktionen übernehmen. So nutzen Sprecher*innen beispielsweise Palm Up Open Hand Gestures (Kendon 2004; Müller 2004), um Propositionen oder Meinungen zur gemeinsamen Verhandlung zu stellen, oder deiktische Gesten, um Bezüge zur vorangegangenen Positionen des Gegenübers anzuzeigen.

Es besteht das Desiderat eines forschungsmethodischen Ansatzes, der die eingesetzten multimodalen Ressourcen a) in ihrem jeweiligen kommunikativen Kontext untersucht und b) dabei berücksichtigt, wie Multimodalität in den Prozess des Diskurserwerbs eingebunden ist. Dieses Desiderat greift das Dissertationsprojekt auf, indem es sich an der Schnittstelle zwischen Gesprächs- und Multimodalitätsforschung bewegt und die Frage adressiert, welche multimodalen Ressourcen Sprecher*innen beim Argumentieren einsetzen, wie diese zeitlich koordiniert werden und welche Funktionen ihnen in Bezug auf die übergeordnete Gattung des Argumentierens zukommen. Des Weiteren nimmt das Projekt auch erwerbsbezogene Fragen in den Blick, indem es längsschnittlich untersucht, wie sich die eingesetzten Ressourcenverbünde und ihre zeitliche Koordinierung in der Altersspanne von 10 – 15 Jahren verändern. Als Datengrundlage dienen elizitierte Eltern-Kind-Argumentationen aus dem Forschungsprojekt FUnDuS (Die Rolle familialer Unterstützung beim Erwerb von Diskurs- und Schreibfähigkeiten in der Sekundarstufe I, Ltg. Uta Quasthoff, TU Dortmund & Elke Wild, Universität Bielefeld), in dem insgesamt 39 Eltern-Kind-Dyaden über einen Längsschnitt von der 5. bis zu 9. Klasse (3 MZP) in der Organisation eines Entscheidungsdiskurses aufgenommen worden sind.

Das Forschungsprojekt leistet somit einen Beitrag zur multimodalen Konversationsanalyse/Gesprächsforschung sowie zur multimodalen Diskurserwerbsforschung.

 

Publikationen

Artikel in Zeitschriften

Schönfelder, N., Heller, V. (2019). Embodied reciprocity in conversational argumentation. Soliciting and giving reasons with Palm Up Open Hand gestures. Proceedings of the 6th Gesture and Speech in Interaction GESPIN, 81-86.

 

Vorträge & Poster

Schönfelder, N.  & Heller, V. (2019): Embodied reciprocity in conversational argumentation. Soliciting and giving reasons with Palm Up Open Hand gestures. Vortrag: Gesture and Speech in Interaction (GeSpIn), Paderborn 11.09.2019.

 

Schönfelder, N. (2019). Gebrauch von Gesten in argumentativen Kontexten. Datensitzung: Kolloquium Linguistik und Sprachdidaktik (Prof. Dr. Friederike Kern), Bielefeld 27.11.2019.

 

Schönfelder, N. & Kluger, C. (2019). Eltern fördern durch Argumentieren. Ist das Interaktionsmuster Fordern und Unterstützen trainierbar? Vortrag: AG Mündlichkeit, Hofgeismar 18.01.2019.

 

Kluger, C. & Schönfelder, N. (2018). Aspekte der Wirksamkeit eines Elterntrainings zur Unterstützung des Diskurserwerbs am Beispiel von EfA. Vortrag: Österreichische Linguistik-Tagung (ÖLT), Innsbruck 28.10.2018.

 

Kluger, C. & Schönfelder, N. (2017). „Warum soll es ausgerechnet DAS sein?“. Eltern fördern durch Argumentieren (EfA) – Ein Elterntraining zur Förderung kindlicher Diskurskompetenzen im Familienalltag. Posterpräsentation: Gesellschaft für Angewandte Linguistik (GAL), Basel 07.09.2017.

 

Funktionen

Stellvertretende Mittelbausprecherin