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Noelle Kinalzik

Germanistik/Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Vivien Heller

 

Kontakt


Büro: O.08.09
Tel.: (0202) 439-3285

E-Mail: kinalzik{at}uni-wuppertal.de

Sprechstunde in der Vorlesungszeit (WiSe 2020/21):

donnerstags, 14-15 Uhr

Die Sprechstunden finden aktuell per Zoom statt. Bitte melden Sie sich vorab per E-Mail zur Sprechstunde an. Sie erhalten dann einen entsprechenden Zoom-Link.

Kurzbiographie


seit 2019 Mitarbeiterin im Projekt "Sprachbildung interaktiv. Ein Unterrichtsentwicklungsprojekt zum Ausbau sprachlicher Basiskompetenzen von Schülerinnen und Schülern" ("Sprint"). Teilprojekt, geleitet von Prof. Dr. Vivien Heller (BUW) und Prof. Dr. Miriam Morek (UDE) im Verbund Gemeinsam Ganztag (IFS Dortmund, finanziert von der RAG Stiftung). sprint.uni-wuppertal.de

seit 2016 Doktorandin / Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Didaktik der deutschen Sprache und Literatur (Sprachdidaktik) am Lehrstuhl von Prof. Dr. Vivien Heller an der Bergischen Universität Wuppertal

2015 bis 2016 Tätigkeit als Lehrerin an Gymnasien in Jüchen und Monheim

2015 Zweites Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen für die Fächer Deutsch und Evangelische Religionslehre

2014 bis 2015 Studienreferendarin im Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen in Neuss/Düsseldorf

2014 Jahrgangsbestenpreis der Fakultät Humanwissenschaften und Theologie der TU Dortmund

2014 Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen für die Fächer Deutsch und Evangelische Religionslehre

2011 bis 2014 studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskraft an der TU Dortmund am Institut für deutsche Sprache und Literatur am Lehrstuhl von Prof. Dr. Angelika Storrer und am Institut für Evangelische Theologie bei Prof. Dr. theol. Rainer Riesner

2008 bis 2014 Studium der Fächer Germanistik, Evangelische Theologie und Erziehungswissenschaften für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen an der TU Dortmund 

Dissertationsprojekt


Betreuerin: Prof. Dr. Vivien Heller

Mündiches Erklären von Kindern mit heterogenen Lernvoraussetzungen

Erklären dient der Bearbeitung interaktiv ausgehandelter oder unterstellter Wissensasymmetrien oder auch der Demonstration von Wissen: Der Rezipient soll Infragestehendes nachvollziehen oder verstehen können. Sowohl im Fach Deutsch als auch im Unterricht anderer Fächer werden Schülerinnen und Schüler von Lehrenden implizit und explizit zum Erklären aufgefordert. Da das Erklären die am häufigsten eingeforderte Gattung im Deutsch- und Mathematikunterricht ist, trägt das adäquate produktive und rezeptive Beherrschen dieser Gattung maßgeblich zum Schulerfolg der Kinder bei. Zu deren tatsächlichen Erklärkompetenzen liegen allerdings bislang kaum empirische Befunde vor. Die wenigen erwerbsorientierten Studien zum Erklären fokussieren vor allem Spielerklärungen (Erklären-Wie). Zu der Gesprächskompetenz von Kindern mit Förderschwerpunkt Lernen gibt es bislang noch keine empirisch fundierten Erkenntnisse. Es besteht somit ein Desiderat im Hinblick auf die Untersuchung unterschiedlicher Typen des Erklärens und der jeweiligen Anforderungen, die diese für Kinder heterogener Ausgangslagen beinhalten.

Das Dissertationsprojekt adressiert diese Forschungslücke und untersucht Was-, Wie- und Warum-Erklärungen von Kindern mit und ohne Förderschwerpunkt Lernen. Als Datengrundlage werden im Rahmen von Aufgabensettings, die sich hinsichtlich ihrer interaktiven Einbettung unterscheiden, Erklärungen von Kindern im Alter von 7 bis 13 Jahren elizitiert und videografiert. Methodisch knüpft die Studie an Arbeiten der multimodalitätsspezifisch erweiterten Gesprächsanalyse an und rekonstruiert Repertoires explanativer Vertextungsverfahren unter Berücksichtigung des Zusammenspiels verbaler und körperlich-visueller Ressourcen. Auf diesem Wege werden Varianzen innerhalb und zwischen den verschiedenen Altersstufen in den Blick genommen und mit Blick auf systematische Auffälligkeiten der Erklärressourcen von Kindern mit Förderschwerpunkt Lernen untersucht. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für weiterführende Forschungsarbeiten zur Förderung der Gesprächskompetenz von Kindern mit und ohne Förderbedarf im inklusiven Unterricht.

 

 

 

Publikationen und Vorträge


Artikel in Zeitschriften und Sammelbänden

  • Kinalzik, Noelle (i. Ersch.): Gemeinsamer Vorstellungsraum in Spielerklärungen - Ressourcen von Kindern mit Förderschwerpunkt Lernen. In: Tagungsband zur 54. DGfE Sektionstagung Sonderpädagogik 2019, Bergische Universität Wuppertal.
  • Kinalzik, N./Heller, V. (2020); Establishing joint imagined spaces in game explanations. Differences in the use of embodied resources among primary school children. In: Research on Children and Social Interaction 4 (1), 28-50. Zum Herunterladen hier klicken

Vorträge (Auswahl)

  • Heller, V., Kinalzik, N., Morek, M., Schneider, V. (accepted): Entwicklungsprozesse bei Lehrkräften im Bereich diskurserwerbsförderlicher Unterrichtsinteraktion: Erste Ergebnisse aus dem Professionalisierungsprojekt ‚Sprint‘. Vortrag auf dem 23. Symposion Deutschdidaktik, Universität Hildesheim, 15.09.2020
  • Kinalzik, N. & Heller, V. (2019): Gemeinsamer Vorstellungsraum in Spielerklärungen - Ressourcen von Kindern mit Förderschwerpunkt Lernen. Vortrag bei der 54. Jahrestagung der Sektion Sonderpädagogik der DGfE, Wuppertal 27.09.2019.
  • Kinalzik, N. & Heller, V. (2019): Joint imagination in game explanations - resources of children with learning disabilities. Vortrag bei der Atypcial Interaction Conferenz (AIC), Helsinki 19.06.2019.
  • Kinalzik, N. (2018): Wie vertexten Kinder ihre Erklärungen? - Rekonstruktion explanativer Vertextungsverfahren. Vortrag bei der 12. Jahrestagung der AG Mündlichkeit, Hofgeismar 13.01.2018.
  • Kinalzik, N. (2017): Erklären von Kindern mit und ohne Förderschwerpunkt Lernen. Datensitzung bei der GAL Research School, Essen 18.11.2017.