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Denise Wakke

Germanistik/Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Vivien Heller


Kontakt

Büro: O.08.09
Tel.: (0202) 439-3285

E-Mail: wakke{at}uni-wuppertal.de

 

Sprechstunde im Wintersemester 2020/21:

dienstags, 14-15 Uhr

Die Sprechstunden finden nach aktuellem Stand via Zoom statt. Bitte melden Sie sich vorab per E-Mail an.

 


Aktuelle Lehrveranstaltungen

Wintersemester 2020/21:

Schriftspracherwerb (Dienstag, 8-10 Uhr)

 

Hinweise zur Lehre im Wintersemester 2020/21:

Das Proseminar "Schriftspracherwerb" findet aus gegebenem Anlass im Modus Uni@Home statt (s. https://www.uni-wuppertal.de/studium/ bzw. https://www.germanistik.uni-wuppertal.de/de/ueber-uns.html).

Die Studierenden, die einen Platz über StudiLöwe erhalten haben, werden voraussichtlich im Laufe der letzten Oktoberwoche von mir in den entsprechenden Moodle-Kurs eingeschrieben. Dort wird das Proseminar in digitalisierter Form stattfinden. In der ersten Sitzung werden wir uns über Zoom treffen. Die Einladung erhalten Sie rechtzeitig per E-Mail.

 


Kurzbiographie

seit 2019 Doktorandin / Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Didaktik der deutschen Sprache und Literatur (Sprachdidaktik) am Lehrstuhl von Prof. Dr. Vivien Heller an der Bergischen Universität Wuppertal

2019 M.Ed. für das Lehramt an Grundschulen für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch an der Bergischen Universität Wuppertal

2017 bis 2019 Studium der Fächer Sprachliche und Mathematische Grundbildung, Englisch und Bildungswissenschaften im Master of Education an der Bergischen Universität Wuppertal

2013 bis 2017 Studium der Fächer Germanistik u. Mathematik für die Grundschule und Anglistik im Kombi-B.A. an der Bergischen Universität Wuppertal



Dissertationsprojekt

Betreuerin: Prof. Dr. Vivien Heller

HELFENDES HANDELN IN DER SCHULISCHEN PEER-INTERAKTION (Arbeitstitel)

Das Helfen ist ein positiv konnotiertes und sozial erwünschtes Verhalten. Es zielt darauf ab, eine andere Person einer änderungswürdigen Situation zu entheben. Auf den schulischen Kontext bezogen ist das Helfen als wesentlicher Bestandteil der Lern- und Unterrichtskultur von eminenter Relevanz, da Schülerinnen und Schüler Hilfe ersuchen und sich gegenseitig helfen, um ihre Lernprozesse bzw. die ihrer Mitschüler*innen voranzubringen. Dabei stellt das Helfen komplexe Anforderungen an die Interaktionspartner. Bisherige vor allem (sozial-)psychologische Arbeiten fokussieren die intrapsychischen Prozesse der Beteiligten und stellen darüber hinaus die erforderlichen komplexen sozio-kognitiven Fähigkeiten heraus. Demgegenüber liegen nur wenige Untersuchungen vor, die auf die interaktiven Charakteristika des Helfens in der Schüler-Schüler-Interaktion fokussieren und deutlich machen, dass das Helfen nicht nur ein kognitiver und psychischer, sondern vor allem auch ein interaktiv organisierter Prozess ist. Zu den sprachlich-diskursiven Anforderungen des Helfens existieren allerdings bislang noch keine empirisch fundierten Erkenntnisse. In ihrer Untersuchung besteht folglich ein Desiderat.

Diese Forschungslücke adressierend untersucht das Dissertationsprojekt unter Bezugnahme auf die ethnomethodologische Konversationsanalyse das Helfen als Aktivitätstyp (Levinson, 1992) in der schulischen Peer-Interaktion. Als Datengrundlage dienen authentische videografierte Unterrichtsdaten zweier fünften Klassen aus dem Forschungsprojekt InterPass (Interaktive Verfahren der Etablierung von Passungen und Divergenzen für sprachliche und fachkulturelle Praktiken im Deutsch- und Mathematikunterricht. Rekonstruktive Unterrichtsstudie zur Erklärung gelingender oder misslingender Teilhabe an schulischen Lernprozessen, Ltg. Prof. Dr. Uta Quasthoff u. Prof. Dr. Susanne Prediger, TU Dortmund) und zweier ersten Klassen. Die Studie rekonstruiert die gesprächsstrukturellen Aufgaben des Helfens und zeigt auf, mittels welcher Methoden die Gesprächspartner diese Aufgaben lösen. Durch eine kontrastierende Untersuchung der verschiedenen Alterststufen werden außerdem altersspezifische Varianzen im Interaktionsverhalten sowie in den sprachlich-diskursiven Fähigkeiten der Kinder in den Blick genommen. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für weiterführende Forschungsarbeiten 1) zur Gestaltung und Implementierung effektiver, d.h. lernförderlicher Hilfeprozesse im Unterricht und 2) zur Förderung der Gesprächskompetenz von Schülerinnen und Schülern.