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Andreja Andrisević M.A.

Titel und Abstract des Dissertationsprojektes

Grenzgänge des Hörspiels. Experimentelle Formen zwischen Dokumentation und Medienkunst seit den 60er Jahren im deutschsprachigen Raum.

Betreuer: Prof. Dr. Wolfgang Lukas (Universität Wuppertal) / Prof. Dr. Ursula von Keitz (Filmuniversität Potsdam-Babelsberg Konrad Wolf)

Im Hörspiel ereignen sich seit den 1960er Jahren äußerst spannende Gattungsüberschreitungen, welche die Grenzen zu benachbarten Künsten und Genres wie Dokumentation, Theater, Performance, Installation, Musik, Film, Poesie und Literatur intermedial unterwandern. Originalton-Hörspiel, Klangcollage, Soundscape, Originalton-Oper, Musik- und Pop-Hörspiel, ‚Kopftheater‘, Interaktions- und Live-Hörspiel, Hörspiel- und Audio-Performance – die Promiskuität der Künste bricht sich in der auditiven Experimentalkunst der Moderne und Postmoderne prismatisch.

Ziel der Promotion ist es, ein umfassendes Standardwerk zu verfassen, in dem die gegenwärtige Formenvielfalt des Hörspiels erstmals systematisch erfasst, eingehend analysiert und historisch-diskursiv verortet wird. Anhand der These, dass sich im Hörspiel Entgrenzungen der Künste und Verwischungen zwischen Fakt und Fiktion zeigen, wird dabei herausgearbeitet, wie avantgardistische Hörspiele gegenwärtige Paradigmen von Kultur, Kunst, Wissenschaft und Alltag ergänzen und ausweiten. Damit steht das Thema mitten im aktuellen Forschungsdiskurs um Phänomene wie Interart und Hybridisierung, Audiosozialisation und Akusmatik, Intermedialität und Interaktivität, Performanz und Spektakel, Politisierung und Dokumentarisierung in den Künsten und schließt zugleich die Lücke einer bislang ausstehenden Einbeziehung radiophoner Kunst in diesen Diskurs.