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    Herausgegeben von Margarete Jarchow und Dominik Orth. Kiel: Wachholtz 2020. [mehr]
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Dr. Matthias Grüne

Neuere deutsche Literaturgeschichte

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Dr. Matías Martínez

Kontakt

Büro: L.12.23
Tel.: (0202) 439 5218
Email: gruene{at}uni-wuppertal.de

 

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Allgemeine Informationen

Publikationen

Kurzbiografie

 


Aktuelles

Veröffentlichung:

Theodor Fontane und das Erbe der Aufklärung (Zus. mit Jana Kittelmann)

In seinen Romanen beschreibt Theodor Fontane eine Gesellschaft, die durchdrungen ist von einem Gefühl der Unsicherheit angesichts der wechselseitigen Relativierung konkurrierender ethischer und religiöser Orientierungsangebote. Viele seiner Figuren, und nicht nur der alte Stechlin, sind dazu übergegangen, hinter alles ein Fragezeichen zu setzen, denn unanfechtbare Wahrheiten scheint es nicht mehr zu geben. In dieser Krisensituation scheint das große Projekt der europäischen Aufklärung, das Streben nach einer vernunftgeleiteten Einrichtung der menschlichen Verhältnisse, zum Erliegen gekommen zu sein. Die Anerkennung der zeitlichen und sozialen Bedingtheit aller Wahrheiten entzieht der Vorstellung einer durch Kritik, Dialog und Erziehung schrittweise sich entfaltenden Vernunftordnung den Boden. Das Vertrauen in die Tragfähigkeit und relative Berechtigung bestehender Normsysteme lässt alle Versuche überflüssig erscheinen, die jeweiligen Geltungsansprüche kritisch zu hinterfragen. Aber ist diese fundamentale Aufklärungsskepsis tatsächlich in Fontanes Texten zu spüren? Oder weiß er im Gegenteil das Erbe der Aufklärung produktiv zu nutzen, etwa in der Kritik an dogmatischer Versteifung, in der Ablehnung von Absolutheitsansprüchen und in der Kultivierung der dialogischen Praxis? Der Band widmet sich den komplexen und mitunter verschlungenen Bezügen zwischen Fontanes Werk und dem Zeitalter der europäischen Aufklärung. Dieses bisher nur unzureichend aufgearbeitete Beziehungsgeflecht wird vor einem breiten Hintergrund und unter Berücksichtigung inner- wie außerliterarischer Faktoren durchleuchtet.

 

Veröffentlichung:

Otto Ludwig: Romanstudien. Historisch-kritische Edition.

Die "Romanstudien" des Schriftstellers Otto Ludwig (1813-1865) sind ein Werkstattbericht besonderer Art. In der Absicht, seine Gedanken zur Theorie des Romans und der Erzählung zu sammeln und zu ordnen, trug Ludwig darin eine Fülle poetologisch aufschlussreicher Analysen zusammen, Zeugnisse seiner Auseinandersetzung mit den großen englischsprachigen Romanautor*innen des 19. Jahrhunderts wie Walter Scott, Charles Dickens oder George Eliot. Verwoben mit allgemeinen kulturgeschichtlichen Betrachtungen, Kommentaren zum eigenen Schaffen und fragmentarischen Planskizzen entwickelte er so die Grundsätze seiner Poetik und seiner Theorie des Erzählens.

Mit dieser Edition werden Ludwigs nachgelassene Aufzeichnungen erstmals in Gänze und in einer zuverlässigen Textgestalt zugänglich gemacht. Detaillierte textgenetische Informationen und sachliche Erläuterungen erleichtern den Zugang zum Text und ermöglichen einen umfassenden Einblick in das vielleicht wichtigste poetologische Dokument der realistischen Literaturepoche.