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Bastian Politycki M.A.

Titel und Abstract des Dissertationsprojektes

Arbeitstitel: Paul Wühr: So eine Freiheit – Modell einer kritischen Audioedition

Beinahe unbemerkt, überschattet durch den oftmals beschworenen iconic turn, behaupten sich Oralität und Auditivität besonders auch in der Sprachkunst. Ein kaum zu übersehendes Indiz hierfür ist nicht nur der ‚Boom’ des Hörbuchmarktes, sondern zugleich auch die Vielzahl der entstandenen akustischen Kunstformen der letzten Jahrzehnte: Original-Ton-Hörspiele, Live-Hörspiele, Sound-Walks u.v.m. So lässt sich mit Fug und Recht auch von einem acoustic turn sprechen.
Doch obwohl diese Audio-Kunst einerseits lebendig ist und sich auch dieser turn medienpraktisch längst vollzogen hat, gilt dies andererseits jedoch nicht für ihre (wissenschaftliche) Tradierung. In der modernen Editions- und Dokumentwissenschaft spielen sowohl Oralität wie auch Auditivität eine untergeordnete Rolle. Ungeachtet der Erweiterung dieser zu einer ‚Medienkulturwissenschaft‘ sind kritische Editionen auditiver Medien nicht vorhanden.
Mein Forschungsprojekt reagiert auf dieses Defizit und erarbeitet ein Modell für eine kritische Audioedition durch die Transposition etablierter Standards der Textedition auf die Edition auditiver Quellen. Die in einem ersten Schritt theoretisch gewonnenen Erkenntnisse, werden in einem zweiten in einer kritischen Edition, am Beispiel des multimedialen Werkkomplexes So eine Freiheit (Paul Wühr, 1973/1992), umgesetzt. Das Editionsprojekt wird unter Verwendung digitaler Markup-Verfahren (TEI P5) erarbeitet
und ist an der Schnittstelle zwischen Literaturwissenschaft, Linguistik, Digital Humanities und Medienwissenschaft verortet.